Skip to main content

Was die TK gegen Terminprobleme unternimmt

Lange Wartezeiten für Arzttermine sind aktuell für viele Menschen eine Belastung. Deshalb unterstützt die TK ihre Versicherten bei der Terminsuche und ermöglicht ihnen digitale Behandlungen. Gleichzeitig setzt sie sich politisch dafür ein, dass das Versorgungssystem zukünftig besser koordiniert ist.
Text: Anne Kraemer

Wo werde ich am besten versorgt? Patientinnen und Patienten telefonieren Arztpraxen ab und klicken sich durch diverse Terminplattformen. Ärztinnen und Ärzte klagen über eine hohe Arbeitslast. Unser Gesundheitssystem bietet viele Zugangsmöglichkeiten – von der Haus- oder Facharztpraxis über die Notaufnahme bis hin zur Videosprechstunde. Doch genau diese Komplexität führt zu ineffizienten Abläufen, Wartezeiten und Frust.

Was im System fehlt: Klare Anlaufstellen und Abläufe

Daniel Cardinal ist Geschäftsbereichsleiter für Innovation und ambulante Versorgung bei der TK. Er sagt: „Wer krank ist, braucht schnell Klarheit, was die richtige Behandlung ist. In unserem System sind Patientinnen und Patienten aber leider oft auf sich allein gestellt. Sie müssen auf Termine warten, ohne dabei sicher zu sein, überhaupt an der richtigen Stelle im Gesundheitssystem zu landen.“

Aus Sicht der TK muss sich die Versorgung daran ausrichten, was die Menschen medizinisch brauchen. Patientinnen und Patienten benötigen klar definierte Anlaufstellen und Abläufe – bereits ab dem Moment, in dem sie wegen eines gesundheitlichen Problems nach Hilfe suchen. „Wir arbeiten auf verschiedenen Ebenen auf dieses Ziel hin, sowohl mit unseren eigenen Versorgungsangeboten als auch in unserer politischen Arbeit“, berichtet Daniel Cardinal.

Was die TK schon heute tut: Digitale Versorgung ohne Wartezeiten

Durch verschiedene digitale Angebote unterstützen wir unsere Versicherten schon heute auf ihrem Weg durch die Versorgung, zum Beispiel mit der TK-Doc App. Eines der Angebote in der App ist das TK-ÄrzteZentrum, in dem Ärztinnen und Ärzte per Live-Chat oder Anruf für gesundheitliche Fragen erreichbar sind. Versicherte bekommen von ihnen rund um die Uhr medizinische Ratschläge oder Gesundheitstipps.

Darüber hinaus können Versicherte in der TK-Doc App eine Videosprechstunde besuchen. In der volldigitalisierten Behandlung können die Ärztinnen und Ärzte Diagnosen stellen, Therapien empfehlen, krankschreiben oder Rezepte ausstellen.

Der Symptom-Checker liefert eine erste Einschätzung von Beschwerden, ordnet sie ein und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Und wer Schwierigkeiten bei der Terminsuche hat, wird durch den TK-TerminService unterstützt.

Wie das System von morgen sein muss: Fair, effizient und patientenorientiert

Die Probleme bei der Arzt- und Terminsuche sind zugleich eine gesundheitspolitische Aufgabe. Die TK macht sich deshalb in der Politik für ein Primärversorgungssystem stark, das Patientinnen und Patienten gezielt dorthin führt, wo sie optimal versorgt sind. Die Zeit von Ärztinnen, Ärzten, des medizinischen Fachpersonals und digitale Behandlungsmöglichkeiten müssen dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen stiften. „Wir brauchen eine verlässliche erste Anlaufstelle, genauer gesagt: eine digital gestützte medizinische Ersteinschätzung. Diese soll wie ein Wegweiser sagen, ob ein Haus- oder Facharzttermin, eine Videosprechstunde oder erstmal Bettruhe das Richtige ist“, erklärt Daniel Cardinal.

Darüber hinaus setzt sich die TK für eine einheitliche digitale Terminplattform ein. Dort stellen Arztpraxen freie Termine bereit, die nach Dringlichkeit vergeben werden sollen. Cardinal: „Ein Primärversorgungssystem, das digitale Behandlungsmöglichkeiten klug einbindet, sorgt für kürzere Wartezeiten und bessere Qualität. Die Politik muss dafür nun die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Und innerhalb unseres Handlungsspielraums als Krankenkasse arbeiten wir schon heute für einen fairen und patientenorientierten Zugang ins System.“

31 %

der Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden eine geeignete Arztpraxis zu finden.*

56 %

der gesetzlich Versicherten warten länger als vier Wochen auf einen Facharzttermin.*

166.000

TK-Versicherte haben 2025 die TK-OnlineSprechstunde besucht.

105.000

TK-Versicherte haben 2025 die TK-OnlineSprechstunde besucht.

64 %

der Menschen in Deutschland können sich vorstellen, eine Ersteinschätzung zu verwenden.*

* Quelle: Repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK (Herbst 2025)

Daniel Cardinal ist Geschäftsbereichsleiter Innovation & ambulante Versorgung.

Weitere TK-Geschichten