Wie die TK sich für digitale Bildung engagiert.
Text: Silvia Wirth
Zwischen Whiteboard, Laptop und ganz viel Gelächter entsteht durch die Hacker School in Klassenräumen etwas Besonderes: Aus „Ich kann das nicht“ wird „Schau mal, was ich programmiert habe!“. Die gemeinnützige Initiative „Hacker School“ bringt Kindern und Jugendlichen Programmieren nahe – spielerisch, alltagsnah und ohne Notendruck. Ihr Ziel ist, dass jedes Kind in Deutschland mindestens einmal programmiert hat, um die digitale Welt nicht nur zu nutzen, sondern aktiv zu gestalten. Besonders im Fokus sind Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien, für die digitale Bildung oft keine Selbstverständlichkeit ist.
Die TK unterstützt die Hacker School bereits seit 2023. Seitdem haben sich dual Studierende und Auszubildende aus der IT der TK als sogenannte Inspirer für die Hacker School engagiert und Kurse in Schulklassen gegeben. Sie bringen den Schülerinnen und Schülern Programmieren bei und entwickeln mit ihnen eigene kleine Spiele oder Anwendungen. Die Jugendlichen erfahren, dass Coden Spaß macht und vielfältige Berufsperspektiven eröffnet – auch im Gesundheitswesen. 2025 haben 51 TKlerinnen und TKler 92 Inspirer-Einsätze durchgeführt und 1051 Schülerinnen und Schüler erreicht.
Damit fördert die Kooperation mehr als nur Coden: Sie eröffnet Chancen, stärkt Selbstvertrauen und macht deutlich, wie wichtig digitale Kompetenzen für Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit sind.
„Die Hacker School lebt von Begeisterung. Wir erleben in unseren Kursen immer wieder, dass Kinder Coden selbst ausprobieren müssen, damit der Funke überspringt. Erst denken sie, dass sie damit nichts anfangen können.
Aber wenn sie dann einmal angefangen haben mit den ersten kleinen Aufgaben, merken sie, wieviel Potenzial im Programmieren steckt und was sie selbst damit an kreativen Ideen umsetzen können.“
Dr. Julia Freudenberg, Geschäftsführerin der Hacker School
„Digitale Bildung ist heute so wichtig wie Lesen und Schreiben, deshalb engagiert sich die TK bei der Hacker School. Unsere dual Studierenden und Auszubildenden aus der IT geben ihr Wissen weiter, machen Programmieren greifbar und zeigen, welche Chancen in digitalen Kompetenzen stecken – gerade für Jugendliche, die sonst vielleicht keinen Zugang dazu hätten. Wir wollen dazu beitragen, dass die nächste Generation souverän mit digitalen Technologien umgehen kann – auch, um die Gesundheitsversorgung von morgen mitzugestalten.“
Aude Vik, Geschäftsbereichsleiterin IT der TK
„In meinen Einsätzen für die Hacker School habe ich erlebt, wie wichtig es ist, IT-Kenntnisse zu vermitteln. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler ist unglaublich motivierend.
Sie merken schnell, dass das etwas ganz anderes ist als Schule. Sie können hier Programmieren wirklich verstehen und damit eigene Projekte umsetzen. Solch eine Chance hätte ich mir auch zu Schulzeiten gewünscht.“
Elias Fenten, dualer Student bei der TK und Inspirer für die Hacker School
„Ich habe bei der Hacker School gelernt, wie ich selbst am Computer ein eigenes Spiel entwickeln kann. Das finde ich super. Ich habe Flappy Bird mit MakeCode gebaut. Das ist eine einfache Blocksprache, wo man die Befehle wie Puzzleteile aneinander klebt. Wirklich nicht schwer. Mein Papa programmiert auch in seinem Beruf und findet mein Spiel richtig gut. Wenn ich älter bin und Zeit habe, würde ich auch gerne mal HTML lernen. Damit kann man Webseiten programmieren.”
Laura, Schülerin
„Programmieren ist echt nicht schwer, wenn man einmal weiß, wie es geht. Das hätte ich gar nicht gedacht, aber es macht sogar Spaß. Und man kann richtig coole Spiele und sogar eigene Apps bauen. Ich weiß noch nicht, was ich später mal machen will als Beruf, aber jetzt weiß ich, dass auch ein Beruf so in der IT mit programmieren was sein könnte. Meine Freundin sagt, das ist nur was für Jungs, aber das stimmt gar nicht.”
Elisa, Schülerin