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Nachhaltigkeit leben

Der Klimawandel ist eine der vielen, drängenden Herausforderungen unserer Zeit. Der TK ist wichtig, ein starkes Zeichen für kluges ökologisches und soziales Handeln zu setzen – denn das hängt unmittelbar mit Gesundheit zusammen. Dabei geht es nicht nur um die Verantwortung, die die TK als Unternehmen selbst trägt, sondern um das Gesundheitssystem insgesamt.

Interview: Anne Kraemer

Drei Fragen an Dr. Sarah Windolph-Lübben, Nachhaltigkeitsmanagerin der TK.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für die TK?

Dr. Sarah Windolph-Lübben Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde. Dass wir uns für die Umwelt, also unsere Lebensgrundlage einsetzen, hängt eng mit unserem Auftrag zusammen, Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Daher wollen wir als Unternehmen selbst nachhaltiger werden. Auch wenn wir als Krankenkasse kein klassisches ‚Produkt‘ haben, bei dem man etwa die Lieferkette oder Verpackung anpassen könnte, gibt es einige Stellschrauben, um etwas zu bewegen. Außerdem nutzen wir unsere Schnittstellen im Gesundheitswesen, um dort Nachhaltigkeit zu fordern und zu fördern.

Wie geht die TK vor, um nachhaltiger zu werden?

Windolph-Lübben Wir schauen auf die wesentlichen Handlungsfelder und Geschäftsprozesse und prüfen, was wir besser machen können. Wichtiger Ausgangspunkt dafür ist unser CO2-Fußabdruck, aus dem wir Maßnahmen ableiten. Wir sensibilisieren TK-weit dafür, Nachhaltigkeit in Arbeitsabläufen mitzudenken – ob bei der Sanierung von TK-Gebäuden, bei Versorgungsverträgen oder Digitalisierung. Jeder Schritt macht einen Unterschied. Und in Richtung unserer Versicherten setzen wir auf digitale Kommunikationswege, Präventionsangebote und sensibilisieren dafür, wie Klima und Gesundheit zusammenhängen.

Und über die TK hinaus: Wie kann das gesamte Gesundheitswesen nachhaltiger werden?

Windolph-Lübben Das Gesundheitswesen ist für rund sechs Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Um den hohen Ressourcenverbrauch des Gesundheitssystems zu senken, gilt es, Krankheiten möglichst zu vermeiden. Und in Arztpraxen, Krankenhäusern und Co. müssen ökologische und soziale Standards selbstverständlich sein. Einige Akteure zeigen bereits, wie eine nachhaltige Versorgung aussehen kann und haben klimabedingte Gesundheitsrisiken im Blick. Aber es gibt noch viel zu erreichen. Das funktioniert am besten, wenn wir voneinander lernen und unsere Kräfte bündeln.

Nachhaltigkeit muss im Gesundheitswesen selbstverständlich sein

Dr. Sarah Windolph-Lübben ist Nachhaltigkeitsmanagerin der TK

Die TK ergreift verschiedenste Maßnahmen, um Nachhaltigkeit in den Handlungsfeldern der TK zu verankern. Ein Einblick.

2.600

Lieferanten- und Partnerverträge bieten Potenzial für nachhaltigen Einkauf.

Ob Laptop, Papier oder Dienstleistungen: Beschaffungen sind ein wichtiger Teil des Verwaltungshandelns der TK. Deshalb haben wir dafür Nachhaltigkeitskriterien festgelegt: Eine Checkliste gibt Mitarbeitenden Orientierung, um umweltfreundlich und sozial verträglich einzukaufen – und dabei gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln. Denn Nachhaltigkeit heißt nicht gleich teurer, sondern mit einer langfristigen Perspektive zu beschaffen.

Auf unserem Weg zur CO2-Neutralität spielt die Energieversorgung unserer Büroflächen eine wichtige Rolle. Die Eigenimmobilien der TK sanieren wir daher Stück für Stück energetisch, außerdem installieren wir dort zunehmend Photovoltaik-Anlagen. Den Wärmeverbrauch gezielt mit smarten Thermostaten zu steuern, hat sich in unseren Pilotprojekten als erfolgreich herausgestellt und wird zukünftig auf die gesamte TK ausgeweitet.

28 %

des CO2-Fußabdrucks der TK macht der Wärme-Energieverbrauch aus.

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Verträge für umweltbewusste Arzneimittelproduktion.

Die TK hat 2025 eine Arzneimittel-Ausschreibung mit Umweltfokus durchgeführt. Für einen Umweltbonus müssen die Hersteller umweltbewusstes Verhalten nachweisen, etwa dass sie Wirkstoffe umweltschonend herstellen oder Abwasser vor Antibiotika-Spurenstoffen schützen. Die Nachweise können auch während der Vertragszeit erbracht werden – dadurch setzen wir einen Anreiz zum Umdenken. Denn bei der Produktion von Arzneimitteln sind die Konsequenzen von nicht-ökologischem Handeln ein Gesundheitsrisiko für die Menschen weltweit.

Die immer heißeren Temperaturen machen vielen Menschen zu schaffen. Deshalb warnen wir die Versicherten, die durch Hitze besonders gefährdet sind, im Umfeld von Hitzetagen über die TK-App und sensibilisieren sie, wie sie sich am besten vor Hitze schützen können. Wer medizinische Beratung bei Hitzeproblemen braucht, bekommt im TK-ÄrzteZentrum dazu rund um die Uhr Unterstützung. Und Mitarbeitende finden im internen TK-Hitzekompass Tipps für Hitzeschutz am Arbeitsplatz.

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Tage mit über 30° Celsius im Jahr 2025.

60 %

der Beschäftigten spüren Folgen des Klimawandels.*

Frühzeitig auf gesundheitliche Risiken hinzuweisen und Arbeitgeber beim Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen, ist eine wichtige Aufgabe der TK. Deshalb hat die TK mit ihrem Gesundheitsreport darauf aufmerksam gemacht, dass gesundheitliche Folgen des Klimawandels bereits in der Arbeitswelt angekommen sind, etwa mit Konzentrationsstörungen oder Kreislaufproblemen. Wir sorgen für einen frühzeitigen Austausch dazu, um Lösungen für gesundes Arbeiten in Zeiten des Klimawandels zu finden.

* Quelle: Gesundheitsreport der TK 2025

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